Allgemeine Tipps zu Motorradreisen

Wer vor hat, eine größere Motorradtour zu machen, sollte sich im Vorfeld einige Gedanken machen.
Auf dieser Seite möchte ich meine Herangehensweise erklären und als Hilfestellung anbieten.



Teil 1: Motorrad

Zunächst sollte man sich überlegen, ob man mit dem eigenen Motorrad wirklich mehrere Tage am Stück & im Zweifelsfall bei fast jedem Wetter fahren kann und möchte; das lässt sich beispielsweise bei sehr ausgedehnten Tagestouren erörtern - schön, wenn der Spaß auch noch Nutzen hat!
Das Wichtigste ist natürlich der Zustand des Motorrads. Auf meiner ersten Tour habe ich gelernt, mich beim Reifenzustand nicht zu verschätzen. Seitdem kaufe ich lieber vor einer Tour einen neuen Reifen, auch wenn der alte noch eine Weile reichen würde. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass es meinen Reifen nicht überall vorrätig gibt. Fährt man hingegen ein sehr gewöhnliches Modell, ist das sicherlich anders und man bekommt schneller Ersatz.
Außerdem sollte die Maschine vor einer Reise auf Herz und Nieren gecheckt werden, das lässt sich leicht mit einer kleinen Reinigungsaktion verbinden. Flüssigkeiten, Verschleißteile und Anbauteile sollten den Urlaub überstehen oder schnell austauschbar sein. Ersatzteile nehme ich normalerweise nicht mit auf Tour und kleinere Reparaturen lassen sich meist mit dem Bordwerkzeug machen.


Teil 2: Routenplanung

Ich setze mir immer Ziele und mache einen groben Tourenplan, um die benötigte Zeit einschätzen zu können. Die mehr oder weniger genauen Tagestouren plane ich dann am Vorabend, wenn ich meinen Start- und angesetzten Zielort weiß und die Streckenlänge einschätzen kann.
Beim Thema Navigationssystem scheiden sich die Geister. Möglichst detailreiche Karten dabei zu haben empfiehlt sich immer. Ich fahre meistens nur nach Karte und schreibe mir Wegpunkte auf einen Zettel, das Navi habe ich nur als Backup oder baue mir manuell eine Route mit vielen kleinen Wegpunkten.


Teil 3: Gepäck

Beim Gepäck mache ich immer wieder den gleichen Fehler - ich nehme zu viel mit. So kann man bei Klamotten oft einiges streichen, auch Elektronik kann man auf das Minimum reduzieren. Wichtig sind mir persönlich Funktionswäsche, Hygieneartikel und eine kleine Verbandtasche, Verpflegung lässt sich überall unterwegs organisieren. Ich habe für meine Touren eine Packliste erstellt, die ich vor und nach jeder Tour anpassen kann - um möglichst nur aber eben auch das Nötigste dabei zu haben.


Teil 4: Unterkunft

Ein Zelt sollte auch bei Regen und Wind möglichst schnell aufgebaut sein und Platz für entsprechende Schlafplätze sowie etwas Gepäck bieten. Schlafsäcke und selbstaufblasende Luftmatratzen/Isomatten gibt es auch für wenig Geld. Das Packmaß war bei mir noch nie ein Problem, da ich nie mit Koffer, sondern immer mit Packrollen und Tankrucksack reise.


Teil 5: Erinnerungen

In Norwegen habe ich zum ersten Mal ein Reisetagebuch geschrieben - und bin im Nachhinein froh, das getan zu haben. Ich habe nicht viele Details aufgeschrieben, aber beim Lesen kommen mir die Erinnerungen sofort wieder ins Gedächtnis. Wer sich also nicht nur anhand von Fotos erinnern möchte, sollte sich öfters am Abend kurz Zeit nehmen und ein paar Gedanken festhalten.


Teil 6: Mitreisende

Motorradreisen habe ich bis jetzt mit maximal 2 weiteren Personen gemacht, das hat sich auf jeden Fall bewährt. Man muss sich nicht mit vielen Anderen absprechen und gewährleisten, dass alle die gleichen Interessen für die Tour haben. Bei Tagestouren war ich auch schon in Gruppen von 6-10 Fahrern unterwegs, da werden Absprachen und Überholmanöver schon eher anstrengend. Mit wenigen reist es sich also meiner Meinung nach freier und entspannter.


Teil 7: Urlaub

Motorradtouren sind Urlaub! Deshalb darf man sich nicht von äußeren Umständen wie unfreundlichen Tankstellenbetreibern, miesem Wetter oder teuren Übernachtungen den Spaß verderben lassen.